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Heilige Barbara

Auch heute noch zählt die Arbeit der Bergmänner juristisch zu den ?gefährlichen  Arbeiten?, doch einst war das Leben der Bergknappen hart und beschwerlich und von häufigen Unfällen überschattet.

Deshalb wurde vor dem Einfahren in die Grube für eine unfallfreie Arbeit sowie eine sichere Ausfahrt gebetet. Die Bergknappen waren ein sehr geselliges aber auch gottesfürchtiges Volk. Das zeigen die vielen Heiligen, die ihnen wichtig sind.

Die bekannteste davon ist die Heilige Barbara. Sie gilt heute gemeinhin als die Bergbauheilige, obwohl sie erst im 17. Jahrhundert ihre große Bedeutung erlangte. Als Patronin des Schießpulvers, das damals in den Gruben als neues Abbaumittel zum Einsatz kam, löste sie die ursprüngliche Patronin der Bergwerke, die Heilige Anna, die Mutter Marias ab.

Natürlich war Barbara, die als eine der 14 Nothelfer  vor dem plötzlichen, unerwarteten Tod schützen sollte, den Bergleuten schon lange eine vertraute Person.

Doch ursprünglich war sie eher die persönliche Ansprechpartnerin der Knappen als die Patronin der Grube selbst. Eine Ausnahme bilden hier die Barbarastollen.  Als Patron der einzelnen Grube galt eher der Heilige Daniel. Der Mann aus der Löwengrube ist auch der Patron der Erzsucher.

Leben und Martyrium

Der Legende nach war Barbara von Nikomedia eine schöne und kluge junge Frau, die sich trotz Christenverfolgung für den christlichen Glauben interessierte. Barbaras Vater wollte sie davon abbringen und  sperrte sie daher in einen Turm ein. Doch sie ließ sich dennoch taufen. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Nach schweren Misshandlungen wurde sie letztendlich von ihrem eigenen Vater getötet (enthauptet).

Unterschiedliche  Barbara - Darstellungen

Dargestellt als vornehme Jungfrau,  werden der Heiligen Barbara immer wieder verschiedene  Attribute zugewiesen: der dreifenstrige Turm, Hostie und Kelch oder Märtyrerpalme und Schwert. Ebenso Bergbauwerkzeuge, Buch, Fackel und die Kanone.

Oft wird sie auch mit den beiden Nothelferinnen Katharina und Margareta dargestellt. Wer kennt nicht den Spruch ?Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.?

 

Ihr Gedenktag ? der 4. Dezember ? wird im ganzen Land mit einem vielfältigen Brauchtum gefeiert. In den Gemeinden mit bergmännischer Tradition werden auch heute noch glanzvolle Barbarafeiern veranstaltet.

Zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute findet ein bergmännischer Umzug statt. Man gedenkt  der verstorbenen Kameraden und erbittet von der Heiligen Barbara Fürsprache für ein unfallfreies neues Arbeitsjahr.

Am Barbaratag feiert der Knappe sein bergmännisches Erntedankfest.